SMM 5. Runde


1. Liga West

  Heimmannschaft: Vevey 1   Gastmannschaft: Bern 1
Brett Code
Code
Spieler
Joueur
  Code
Code
Spieler
Joueur
FF Resultat  6 - 2
Résultat
1 16985 Aurélien Pomini   13144 Andreas Lehmann 1-0
2 3050 Alexandre Boog   21426 Arshavir Musaelyan 1-0
3 1822 David Burnier   999 Jonathan Gast 1-0
4 3763 Laurent Jacot   18432 Lena Georgescu ½-½
5 21920 Inigo Montoya Irigoyen   13856 Klaus Monteforte-Fink 1-0
6 16968 Harry Hoang   14095 Dominik Tschanz ½-½
7 2848 Olivier Chervet   15492 Miralem Novalic 0-1
8 4009 David Bigler   21620 Diego Avaria 1-0


Am 27. Juni spielte die 1. Mannschaft auswärts gegen Vevey. Wegen der vielen Abwesenheiten war Vevey an 4 Brettern deutlich stärker besetzt. Trotzdem fiel die Niederlage zu hoch aus. Diego, der wie Miralem zum ersten Mal in der 1. Mannschaft zum Einsatz kam, gewann im Übergang zum Mittelspiel die Qualität, verlor aber die Partie, weil er danach zu passiv spielte. Auch Arshavir verlor eine deutlich bessere Stellung gegen den über 300 ELO-stärkeren A. Boog. Ich selber erreichte gegen den 190 ELO-Punkte mehr aufweisenden D. Burnier eine ausgeglichene Position. Da läutete mein Handy, obwohl ich dachte, dass ich es ausgeschaltet hatte... Mein Provider machte mich mit einem SMS auf Roaming-Kosten aufmerksam! Die einzige Partie und somit auch den Schönheitspreis gewann Miralem, der seinen Gegner richtig überspielte. Die Partien von Lena und von Dominik endeten unentschieden. Andy und Klaus kamen mit Schwarz schnell in eher passive Stellungen, aus denen sie sich nicht mehr befreien konnten.

Jonathan Gast


Zur Partie von Miralem Novalic gegen Olivier Chervet zum Nachspielen...
Zur kommentierten Partie von Miralem Novalic gegen Olivier Chervet...



1. Liga Nordwest

  Heimmannschaft: Echiquier Bruntrutain 1   Gastmannschaft: Bern 2
Brett Code
Code
Spieler
Joueur
  Code
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Spieler
Joueur
FF Resultat  7.5 - 0.5
Résultat
1 18561 Patrice Lerch   8067 Adrian Mauerhofer 1-0
2 19319 Quentin Burri   21622 Nguyen Ly 1-0
3 21442 Guillaume Goettelmann   1314 Rudolf Stadler 1-0
4 14108 Franck Hassler   2589 Matthias Roth ½-½
5 16870 Nicolas Paci   21094 Albert Schmid 1-0
6 15325 Ivan Retti   10426 Samuel Schneider 1-0
7 7956 Alexandre Desboeufs   19971 Avram Tolev 1-0
8 5525 Jean-Baptiste Vauthier   21621 Tobias Habegger 1-0




3. Liga Nordwest 4

  Heimmannschaft: Bümpliz 2   Gastmannschaft: Bern 3
Brett Code
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Spieler
Joueur
  Code
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Spieler
Joueur
FF Resultat  3 - 3
Résultat
1 21978 Travis Rivera Petit   1620 Raphael Samuel ½-½
2 18072 Slobodan Bigovic   21080 Ioannis Kokkinis 0-1
3 825 Bruno Walker   6018 Ernst Wüst 1-0
4 16787 Stefan Racine   5398 Ernst Frischknecht ½-½
5 1474 Armin Wipf   9579 Heinz Hofer 0-1
6 6658 Rolf Racine   4099 Thomas Koch 1-0


Mit der aktuellen Tabellenlage und unserem Restprogramm war es klar, dass wir diesen Match unbedingt gewinnen mussten. Das Gleiche galt aber auch für Bümpliz - und so bemühten sie sich, ihre bestmögliche Mannschaft aufzustellen. Thomas hatte mit Rolf Racine einen ihm sehr wohl bekannten Gegner vor sich. Es war klar, dass es einen Sizilianer geben würde. Da wir uns die letzten Jahre kaum gesehen hatten, war Rolf doch etwas überrascht, dass ich das noch wusste. Nach ein paar Zügen Theorie begab sich Schwarz auf ein Nebengeleis und spekulierte zuerst trotz einem Isolani auf ein Remis. Im 23. Zug gab es dann eine interessante Verwicklung mit einem Angriff auf die weisse Dame sowie diversen Grundlinienmatts auf beiden Seiten. Bei der Abwicklung übersprang Thomas einen Zug, verlor dabei einen Läufer und damit später auch die Partie. Bei Heinz war das Thema ein Damengambit. Die Eröffnung hatte er schon x-fach auf dem Brett. Ein Fehler des Gegners ermöglichte den Gewinn der Qualität. Später gabs noch eine Leichtfigur gratis. Somit hatte Heinz einen stressfreien Match. In einer von Vorsicht geprägten Partie (1.d4 d5) zwischen Ernst Frischknecht und Racine Junior wurden schnell einmal die auf f4 und f5 positionierten Läufer zum Abtausch gezwungen, dann wurden weiter fleissig Figuren abgetauscht, zuerst auf der c-Linie die Türme, später verliessen die Springer und die Dame das Spielfeld. Spannung kam eigentlich nie auf. Im Endspiel, mit den Königen und je sechs Bauern, einigte man sich nach dem 40. Zug auf ein Remis, da sich keiner der Kontrahenten die Rechnerei zutraute, die nötig gewesen wäre, um in diesem Endspiel (vielleicht) noch einen entscheidenden Vorteil zu erarbeiten. Die Partie von Ernst Wüst verlief sehr einseitig. Natürlich hatte er nicht besonders gut gespielt, aber grobe Fehler waren seiner Ansicht nach auch nicht drin. Es war jedenfalls sehr beindruckend, wenn auch nicht besonders erfreulich, wie sein Gegner ihm aus der Eröffnung heraus überhaupt keine Chance liess. An Brett 2 hat Ioannis Kokkinis (1766) mit Weiss gegen Slobodan Bigovic(1532) gespielt. Die Partie hat mit einer "Sicilian, Grand Prix Attack" begonnen und war voll mit Fehlern und Emotionen auf beiden Seiten. Der erste Fehler der Partie hat Schwarz im 16. Zug gemacht. Ioannis konnte so zwei Bauern gewinnen. Trotzdem, nach ein paar Ungenauigkeiten von Weiss, konnte Schwarz viel Gegenspiel kriegen. Im 37. Zug konnte Schwarz die zwei Bauern zurückerobern, musste aber dafür eine Figur geben. Im 46. Zug war Weiss an der Reihe, einen Fehler zu machen. Ioannis hat die extra Figur dummerweise zurückgegeben. Als einzige Kompensation hatte Weiss im Damenendspiel einen Bauern mehr. Zu diesem Zeitpunkt sah die Partie Remis aus. Glücklicherweise für Bern machte Schwarz den letzten Fehler der Partie im 62. Zug: Schwarz hat Damentausch angeboten. Ioannis nahm das Angebot an, und dank des extra Bauern konnte er im 74. Zug (nach 5 Stunden!) das wichtige Unentschieden für Bern sichern. Raphael spielte am 1. Brett gegen einen jungen Studenten aus Bolivien. Keine Führungszahl, aber mit einem internationalen FIDE-Code (!?). Raphael entschied sich deshalb dafür, möglichst rasch die Theorie zu verlassen, damit er nicht irgendwo in eine Falle tappt. Es ergab sich ein drachensystemähnliches Gebilde. Ab dem 14. Zug brauchte Weiss sehr viel Bedenkzeit. Es entwickelte sich - gemäss Raphael - ein "Ameisenschach". Es krabbelt und passiert überall ein bisschen etwas. Weiss kommt zwar materiell in Vorteil, kann dies aber - wohl auch infolge der Zeitnot - nicht ausnützen. Zudem bekommt Schwarz Gegenspiel. Am Schluss einigt man sich auf Remis. Es hat sich aber gezeigt, dass Raphael die Partie auch hätte gewinnen können.

Thomas Koch