SMM 2. Runde


1. Liga West

  Heimmannschaft: Bern 1   Gastmannschaft: Fribourg 1
Brett Code
Code
Spieler
Joueur
  Code
Code
Spieler
Joueur
FF Resultat  5.5 - 2.5
Résultat
1 13144 Andreas Lehmann   3052 Achim Schneuwly 1-0
2 999 Jonathan Gast   10677 Pierre Mauron ½-½
3 3352 Lukas Kasiorkiewicz   11421 Vinzenz Tremp 1-0
4 12343 Roland Bürki   16940 Sylvain Julmy ½-½
5 18432 Lena Georgescu   376 Michel Ducrest 1-0
6 7638 Jean-Marc Horber   310 Beat Binder ½-½
7 13856 Klaus Monteforte-Fink   16938 Daut Havolli ½-½
8 14725 Volker Radt   16889 Jean Mettraux ½-½


Auch in der 2. Runde gelang der 1. Mannschaft mit 5.5 zu 2.5 ein hoher Sieg gegen ein eher schwach besetztes Fribourg. Erstmals seit dem Jahr 2012 spielte Andy Lehmann wieder für den SKB. Mit solidem Spiel gewann er seine Partie am 1. Brett gegen Achim Schneuwly; dabei überliess er zunächst seinem Gegner die Initiative, mit der dieser aber nichts anfangen konnte. Die Partie am 2. Brett zwischen Pierre Mauron und mir endete nach meinem 40. Zug remis, nachdem dreimal die gleiche Stellung entstanden war. Zuvor hatte mein Gegner im Mittelspiel zunächst einen Bauern und später noch einen Turm geopfert. Lukas Kasiorkiewycz gelang am 3. Brett ein schöner Start-Ziel-Sieg in seinem Lieblingssizilianer (Lb5xSc6). Für diesen Sieg hätte er wohl den Preis für die Partie der Runde erhalten, wäre da nicht noch Lena Georgescu gewesen! Dank eines schönen "Ablenkungs-Unterbrechungsopfers" kam sie am 5. Brett gegen Michel Ducrest zum schnellsten Sieg des Wettkampfs. Hart ums Remis kämpfen mussten sowohl Roland Bürki gegen Sylvain Tremp als auch Volker Radt gegen Jean Mettraux. Sowohl bei Roland (mit einer Figur weniger) als auch bei Volker (mit einem schlechten weissfeldrigen Läufer und passiver Stellung) war dazu genaues Spiel notwendig. Ebenfalls remis endeten die Partien zwischen Jean-Marc Horber gegen Beat Binder und Klaus Monteforte gegen Daut Havsalli. Jean-Marc konnte sich aus einer zunächst schlechteren Stellung befreien und kam danach in Vorteil. Danach wollte er aber keine Risiken mehr eingehen und wickelte ins Remis-Endspiel ab. Klaus gewann in seiner Partie zunächst die Qualität, die er dann seinem Gegner wieder "zurückgab".

Jonathan Gast


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Zur kommentierten Partie von Lena Georgescu gegen Michel Ducrest...



1. Liga Nordwest

  Heimmannschaft: Bern 2   Gastmannschaft: Basel 1
Brett Code
Code
Spieler
Joueur
  Code
Code
Spieler
Joueur
FF Resultat  2 - 6
Résultat
1 12402 David Schaffner   16936 Hans-Elmar Schwing ½-½
2 10426 Samuel Schneider   17768 Daniel Prill 0-1
3 15492 Miralem Novalic   13407 Mosko Grünberger 0-1
4 14095 Dominik Tschanz   8984 Gerhard Prill 0-1
5 21426 Arshavir Musaelyan   212 Jürg Gerschwiler 1-0
6 21622 Nguyen Ly   851 Daniel Jost ½-½
7 21620 Diego Avaria   8533 Hanspeter Baumann 0-1
8 867 Rolf Schmid   13348 Timotej Rosebrock 0-1



Zur Partie von Arshavir Musaelyan gegen Jürg Gerschwiler zum Nachspielen...
Zur kommentierten Partie von Arshavir Musaelyan gegen Jürg Gerschwiler...



3. Liga Nordwest 4

  Heimmannschaft: Bern 3   Gastmannschaft: Simme 1
Brett Code
Code
Spieler
Joueur
  Code
Code
Spieler
Joueur
FF Resultat  4.5 - 1.5
Résultat
1 6018 Ernst Wüst   1519 Rudolf Hauswirth ½-½
2 1620 Raphael Samuel   16065 Ueli Bühler ½-½
3 4099 Thomas Koch   10206 Beat Stucki ½-½
4 21080 Ioannis Kokkinis   8739 Andreas Huggler 1-0
5 21621 Tobias Habegger   17920 Ivo Calic 1-0
6 18447 Nicola Ramseyer   18069 Rainer Borsdorf 1-0


In der zweiten Runde traf SKB 3 auf Simme 1. In Folge der diesjährigen Spielerrotation kamen an Brett 5 und 6 zwei Neulinge zum Zuge. Youngster Nicola spielte eine Pirc-Variante mit 5. ...Sxe4, was eine spezielle Stellung ergab. Jedoch machte er im 9. Zug einen Fehler, wodurch er in eine unschöne Stellung kam und einen Bauern verlor. Nicola fand dann aber einen lustigen Königsangriff, der von seinem Gegner nicht bemerkt wurde. Mit einem Damenopfer auf f2 und einem folgenden Grundlinienmatt fuhr er sehr schnell den ersten Sieg ein. Ernst hatte die Grünfeld-Indische Eröffnung seines Gegner gut im Griff. Nach einem Fehler des Gegners stand er ganz klar auf Gewinn, konnte diesen aber leider nicht realisieren, da er seinen ausgezeichnet stehenden Turm abtauschte und den freien Bauern nicht rechtzeitig mit Hilfe des Springers zur Dame geführt hat. So musste Ernst dann ins Remis einwilligen. Raphaels Partie war von Beginn weg zäh. Sein Gegner verlor zuletzt 100 Elopunkte und entsprechend oft. Wohl deshalb spielte er auch im 3., 6. und 7. Zug sehr übervorsichtig. Als Folge davon wich er Raphaels Varianten aus - und dieser bemühte sich diesmal, Najdorf und Drachen nicht zu vermischen. Raphael spielte auf Kosten eines Isolanis und eines Tempos aufs Zentrum, verlor den Isolani dann aber, um aktiv(er) zu stehen und zu vereinfachen. Nach 24 Zügen und Stand Dame und Turm gewann er den Bauern zurück, erzielte den Ausgleich und machte entsprechend remis. Im Duell der Mannschaftsleiter verbissen sich Thomas und Beat Stucki in einem Sizilianer ineinander. Laut fritz'scher Analyse stand Thomas im Mittelspiel zwar leicht besser. Doch um einen Vorteil daraus zu ziehen wäre ein sehr agressives und risikoreiches Spiel von Nöten gewesen. Thomas hat sich hier für die sicherere Variante entschieden und so einigte man sich nach 35 Zügen auf ein Remis. Bei Ioannis ging es französisch los (C16, Winaver, Advance variation). Die Eröffnung wurde von beiden Seiten meistens genau gespielt und die Partie war bis zum 18. Zug ausgeglichen. Weiss hatte mehr Platz auf dem Damenflügel, aber Schwarz hatte in der Diagonale h1-a8 einen sehr aktiven Läufer. Eine Ungenauigkeit von Weiss im 27. Zug erlaubte Ioannis 2 Bauern zu gewinnen, die er bis ins Endspiel halten konnte. Bei der Zeitkontrolle kam es noch kurz zu einem kleinen Krimi: nach dem 40. Zug von Ioannis standen noch gerade 14 Sekunden auf der Uhr. Beim Turmendspiel hatte Weiss 2 Bauern weniger und eine sehr schlechte Stellung, weshalb er im 53. Zug (nach 4 Stunden!) aufgab. Tobias' Gegner ging mit seinem Läufer auf Bauernraub und stellte ihn dabei ins Abseits. Zudem vergass er bei einem Abtausch, dass sich ein Freibauer ergab. Diesen galt es nun konsequent nach Hause zu bringen, was Tobias mit ein paar netten Stellungspointen gut gelang. So endete der Match 4.5 zu 1.5 für uns; 3 Remis vorne und 3 Siege hinten.

Thomas Koch