SGM 5. Runde


1. Regionalliga Zone A

  Heimmannschaft: Bern 1   Gastmannschaft: Valais 1
Brett Code
Code
Spieler
Joueur
  Code
Code
Spieler
Joueur
FF Resultat  4 - 2
Résultat
1 21426 Arshavir Musaelyan   501 Fernand Pellaton 1-0
2 18432 Lena Georgescu   1210 Pierre Perruchoud 1-0
3 12402 David Schaffner   370 Gérald Darbellay ½-½
4 7638 Jean-Marc Horber   3783 Yves Roduit ½-½
5 14095 Dominik Tschanz   1356 André Gsponer ½-½
6 15492 Miralem Novalic   3586 Léonard Besse ½-½


Wir starteten die Uhren in diesem Match erst 15 Minuten nach eigentlichem Spielbeginn, da unsere Gegner aus dem Wallis in einen Stau geraten waren und befürchteten, nicht innerhalb der 30-minütigen Karenzfrist einzutreffen. Dazu kam es dann zum Glück doch nicht, und so mussten lediglich drei ihrer Spieler einige wenige Minuten Zeiteinbusse in Kauf nehmen. Am ersten Brett setzte Arshavir seinen deutlich schwächeren Gegenspieler von Beginn weg mit Weiss in einem Königsinder unter Druck und konnte dessen verkrampften Aufbau schliesslich trotz zäher Gegenwehr problemlos widerlegen. Lena zeigte an Brett 2 gegen einen 2000er wie man einen Königsinder mit Schwarz behandelt: Solid in der Eröffnung, dynamisch und aggressiv im Mittelspiel, zielstrebig im abschliessenden Angriff. Eine schöne Partie aus einem Guss, in der ihr Gegner nicht den Hauch einer Chance hatte und zu guter Letzt auch noch mattgesetzt wurde. Bravo, Lena! David versuchte am dritten Brett seinem Raumvorteil mit Weiss in einer Aljechin-Verteidigung Geltung zu verschaffen, konnte aber trotz einem Vorposten auf d6 nichts Zählbares herausholen und musste sich schliesslich ins Unentschieden fügen. An Brett 4 spielte ich gegen einen schwächeren Spieler eine recht schlechte Partie. Gegen den soliden, aber prinzipiell recht harmlosen weissen Aufbau mit c4,d3,e4 fand ich kein Konzept. Nach einer sorg- und planlos gespielten Eröffnung hatte ich praktisch kein Spiel. Um dann nicht allzu passiv zu stehen, bluffte ich mit einem unkorrekten Bauernopfer, das Weiss zum Glück ablehnte. Mein Gegner wusste danach die immer noch vielversprechenden Möglichkeiten der Stellung nicht zu nutzen und so nahm ich dann sein Remisangebot, in allerdings bereits ausgeglichener Position, dankend an (nachdem er einige Züge zuvor meines noch ausgeschlagen hatte!). Dominik gewann zwar mit Weiss recht früh schon einen Bauern und wollte diesen dann dank blockiertem Köngsflügel auf der anderen Bretthälfte das Spiel entscheiden lassen. Das hätte schon klappen können, aber nach einigen ungenauen Zügen musste er plötzlich gar froh sein, ins Remis einlenken zu können. Am letzten Brett wollte Miralem das Morra-Gambit seines etwas stärkeren Gegners widerlegen (Anand lehnte kürzlich in Gibraltar mit 3. ... Sf6 das Opfer ab!). Er verteidigte sich anfänglich umsichtig, aber nachdem er es verpasst hatte, mit b4 sogar in Vorteil zu kommen, musste er danach lange leiden. Weiss hatte sich nämlich für seinen Bauern einen dominanten Springer auf d5 und totale Kontrolle auf den weissen Feldern verschafft, währenddem Schwarz den König noch immer in der Mitte und einen traurig anzusehenden schwarzfeldrigen Läufer auf f8 hatte. Aber als es Weiss trotz grossen Zeitreserven zweimal (!) verpasst hatte, in der Zeitnot von Miralem diesen in wenigen Zügen Matt zu setzen, stand auf einmal ein remisliches Tumendspiel auf dem Brett. Da der Walliser nun mit der Brechstange den Sieg erzwingen wollte, erhielt Schwarz fast noch die besseren Karten, ehe die beiden Kämpen, die sich auch 'psychologisch' noch etwas duelliert hatten (der eher unsympathische Spieler aus dem Wallis fällt am Brett mit unangenehmen Manieren bei der Ausführung seiner Züge auf), den Punkt teilten. Gut gekämpft, Miralem!

Mit diesem Sieg sind wir nun definitiv alle Abstiegssorgen los. Um den Aufstieg müssen wir uns allerdings (schon lange) auch keine Gedanken mehr machen: In der letzten Runde hatte Nyon 2 mit 3 GMs und einem IM (Elo-Schnitt der Mannschaft: 2400) Valais 3 mit 2GMs (u.a. Milov) geschlagen... Unglaublich!

Jean-Marc

Zur Partie von Pierre Perruchoud gegen Lena Georgescu zum Nachspielen...
Zur kommentierten Partie von Pierre Perruchoud gegen Lena Georgescu...



3. Regionalliga Zone C

  Heimmannschaft: Bern 2   Gastmannschaft: Köniz-Wabern 1
Brett Code
Code
Spieler
Joueur
  Code
Code
Spieler
Joueur
FF Resultat  1 - 3
Résultat
1 16149 Klaus Wettstein   3436 Hans Hofmann ½-½
2 5398 Ernst Frischknecht   7780 Poedjo Suwendo 0-1
3 9579 Heinz Hofer   240 Ferdinand Krebs ½-½
4 21803 Viktorija Babineca   907 Heinz Fankhauser 0-1


Für zwei abwesende Stammspieler gaben freundlicherweise Klaus und Viktorija ein Gastspiel. Gegen den Tabellenersten erwartete uns eine schwere Aufgabe. Victorija spielte Naidorf und wählte nicht e5 sondern e6, womit zwei weisse Springer wie das Schwert des Damokles auf c3 und d4 über den schwarzen Figuren schwebten. Für einen der Springer gewann der Gegner später drei Bauern und konnte auf b5 eine Schwachstelle ausnützen, die das ganze Spiel verdarb. Klaus und Heinz remisierten glorreich. Heinz kam in einem Damengambit im Mittelspiel gegen seinen 1850er ziemlich unter Druck, konnte aber nach Abtausch der Schwerfiguren und der gütigen Mithilfe des Gegners in ein remisverdächtiges Endspiel überleiten und nahm nach dem 39. Zug ein Remisangebot des Gegners an. Meine Partie konnte in die umfangreiche Mappe abgelegt werden, die die Partien enthält, die nicht hätten verloren gehen dürfen. Wir folgten bis zum 12. Zug einer Partie Robatsch-Larsen (Halle 1963), die als Musterbeispiel für die Stärke der sizilianischen Zweschnikov-Verteidigung angeführt wird. Schwarz erhält eine zwar ungewöhnliche, aber gute Stellung, die von Weiss ein sehr genaues Spiel verlangt. Daran fehlte es aber, und Schwarz konnte seine Stellung weiter verbessern, unterliess aber in der Folge, wohl aus Respekt vor dem stärkeren Gegner, gleich mehrmals Züge, die die Partie hätten entscheiden können. Der weisse König, der in der Mitte verblieb und nur Ausflüge auf e2 und f1 unternahm, überlebte aber, und nach sechs Uhr begann eine neue Partie, in der ich mit fünf Bauern, Turm und Springer gegen vier Bauern, Turm und Läufer noch immer ein Unentschieden hätte erzielen müssen. Das hätte aber der Mannschaft nichts mehr genützt. Ein Gewinnversuch scheiterte, und nach sieben Uhr, mittlerweile spielten wir alleine im Zunftlokal, hiess es nach 81 Zügen 1:0.

Ernst




3. Regionalliga Zone E

  Heimmannschaft: Bern 3   Gastmannschaft: Belp 1
Brett Code
Code
Spieler
Joueur
  Code
Code
Spieler
Joueur
FF Resultat  4 - 0
Résultat
1 19671 Igor Schlegel   4770 Matthias Sommer 1-0
2 21131 Darja Babineca   817 Simon Oehrli 1-0
3 19740 Thomas Schlegel   11996 Peter Adam 1-0
4 19443 Seva Yevdokimov   16792 Peter Kamber 1-0


Unsere Gegner waren um einiges erfahrener als wir: Drei von vier Spielern sind pensioniert, während von uns drei von vier noch zur Schule gehen. Insgesamt haben sie etwa zweihundert Jahre Vorsprung. Elo-mässig sah es nicht ganz so schlecht aus, da waren wir nur 125 hintendrein. Dabei wäre ein Sieg eminent wichtig gewesen, spielten hier doch die beiden bestklassierten in der Gruppe gegeneinander!

Ich hatte Weiss und sass zwischen Darja und Seva. Zwischendurch schielte ich nach links und rechts, wie man das halt so macht. Links meinte ich einmal zu sehen, wie Seva gleich eine Figur verlieren würde und rechts hatte Darjas Gegner schon einen Bauern auf b7 und einen Turm auf a8. Wenigstens war ich zuversichtlich, dass Igor auf Brett 1 seine Partie schon schaukeln würde. Mein Gegner spielte zahm, doch ich hatte auch nicht so viel Biss, wie ich mir gewünscht hätte. Es sah nicht danach aus, als würden wir als Gewinner aus dem Raum gehen. Doch die Spannung löste sich, als Sevas Gegner lauthals sich selbst zu verwünschen begann und kurz danach Darjas Gegner ihr zum Sieg gratulierte. Danach spielte mein Gegner ein paar üble Züge und erlaubte mir so, einen soliden Vorsprung auf- und auszubauen, bis er schliesslich aufgab. Am längsten hielt sich Igors Gegner, doch auch er musste nach 46 Zügen eingestehen, dass er keine Chance mehr hatte.

Bern 3 gewann also 4:0. Weil in der Gruppe E nur sechs Mannschaften spielen, war dies die letzte Runde in dieser Saison und Bern 3 steht damit als Gruppensieger fest. Die LeistungsträgerInnen waren Darja, Natalie, Igor, Fabian, Nicola, Seva und Elias. Daneben spielten noch ein paar Väter mit, die sich dieses Privileg durch Übernahme des Teamleiter-Amtes erkaufen mussten.
Das ist eine grossartige Leistung dieses jungen Teams! Die meisten sind noch Junioren und wir dürfen auf eine rosige Zukunft hoffen!

Thomas



3. Regionalliga Zone F

  Heimmannschaft: Bern 4   Gastmannschaft: Gurten 2
Brett Code
Code
Spieler
Joueur
  Code
Code
Spieler
Joueur
FF Resultat  3.5 - 0.5
Résultat
1 19924 Oliver Marti   1620 Raphael Samuel ½-½
2 21622 Nguyen Ly   6454 Pejo Simic FF 1-0
3 21621 Tobias Habegger   19968 Emil Tüscher 1-0
4 22059 Lars Urfer   9181 Gian-Pietro Bonassoli 1-0


Motiviert und mit einem klaren Ziel vor Augen erwarteten wir zuhause unseren Gegner Köniz-Wabern. Es galt, nichts anbrennen zu lassen und mit einem Sieg im Rucksack das wohlverdiente Znachtessen im Bärehöfli zu geniessen und nebenbei Sam Schneiders Geburtstag zu feiern. Nach 40 Minuten Schach konnte die erste Bilanz abgeschlossen werden. Nguyens Gegner ist leider nicht zu seiner Partie aufgetaucht; die Furcht vor ihm breitet sich also wie ein Lauffeuer aus. Aus Unlust am Schach bot mir mein Gegner Raphael dann auch im 10. Zug knapp nach der Eröffnung Remis an. Da es uns mit Blick auf die zwei unteren Bretter den Sieg sicherte, wurde dieses Remisangebot mehr oder weniger dankbar angenommen. An Brett 3 liess auch unser Punktesammler Tobi in preisträchtiger Manier seinem Gegner absolut keine Chance. Der Sieg war im Trockenen und bei Lars' Partie ging's dann nur noch um Kosmetik. In einem Endspiel mit Minusbauer gelang es Lars wie durch ein Wunder, die Partie total umzukehren und einen Zug schneller Matt zu drohen als sein Gegner - nice game!

Das Cordon bleu im Bärehöfli haben sich Tobi und Lars also reichlich verdient. Auch wurde beschlossen, unserem Ersatzspieler Sam gegen Langenthal als Geburtstagsgeschenk dann doch nochmals eine Chance zu geben ;-)

Als alleiniger Tabellenführer dürfen wir nun weiterhin vom Aufstieg träumen. Es macht Spass, mit euch zu spielen, Jungs!

Oliver