SGM 4. Runde


1. Regionalliga Zone A

  Heimmannschaft: Schwarz-Weiss Bern 2   Gastmannschaft: Bern 1
Brett Code
Code
Spieler
Joueur
  Code
Code
Spieler
Joueur
FF Resultat  3 - 3
Résultat
1 17051 Lars Balzer   15492 Miralem Novalic 0-1
2 312 Matthieu Rickly   12343 Roland Bürki 0-1
3 18482 Spyridon Papakonstantinou   7638 Jean-Marc Horber 1-0
4 17437 Samuel Schweizer   21426 Arshavir Musaelyan 1-0
5 8748 Nicolas Curien   14095 Dominik Tschanz 1-0
6 16313 Manuel Dietiker   12402 David Schaffner 0-1


Im Stadtberner Derby wollten wir uns natürlich von unserer besten Seite zeigen, und tatsächlich fehlte nicht viel zu einem Sieg in diesem prestigeträchtigen Match. Am ersten Brett rang Miralem mit Schwarz seinen deutlich stärkeren Gegner im gleichwertigen, aber angenehmeren Endspiel nieder. Seine Strategie, im geschlossenen Sizilianer den schönen schwarzfeldrigen Läufer für die Doppelbauerschwäche auf der c-Linie zu geben ging voll auf, obwohl er zwischendurch nicht sehr gut stand. Roland an Brett 2 musste sich mit Weiss in einer Wiener Partie lange gedulden, bis er nach vielen Vorbereitungen endlich d4 spielen konnte. Da sein Gegner darob wohl etwas in Panik geriet und plötzlich zu hektisch agierte, hatte Roland danach keine Mühe, den Punkt ins Trockene zu bringen. Am dritten Brett erhielt ich als Schwarzer in einem Nimzoinder mit 4. f3 schönes dynamisches Spiel gegen den unrochierten König, überzog mit einem schlechten Zug dann aber meine Stellung. Da ich nach weiteren Ungenauigkeiten einen Fehlzug meines stärkeren Gegners nicht ausnutzte, um trotz Minusbauer ins remisträchtige Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern abzuwickeln, war's dann halt bald um mich geschehen. Arshavir musste zwar mit Weiss in einem eher unkonventionell gespielten Königsinder mit Lg5 seinem Gegner mindestens den Ausgleich zugestehen, hätte aber dann nichtsdestotrotz mit einem prächtigen Turmeinschlag (sozusagen aus dem Nichts heraus) auf f7 und nachfolgendem Mattangriff die weissfeldrigen Schwächen ausnutzen können. Mit einem Qualitätsopfer versuchte er dann die Stellung später noch zu seinen Gunsten herumzureissen, doch Schwarz hatte leider einen befreienden und die Partie entscheidenden Zug in petto. Dominik hatte es am 5. Brett wieder mal mit dem deutlich stärkeren Nicolas Curien zu tun, den er aber dessen ungeachtet auch schon einmal aus einer klaren Gewinnstellung entwischen liess. Und ähnlich sollte es sich auch heute wieder zwischen den beiden abspielen: Dominik nahm mit Schwarz in einem von Weiss anspruchslos behandelten Londoner System die beiden kompensationslos geschenkten Bauern am Damenflügel dankbar an und wäre danach mit energischerem Spiel wohl auf Gewinn gestanden. Zwischendurch hatte Dominik fast 4 (Frei-)Bauern für die Qualität, musste sich aber einen nach dem andern wegschnappen lassen und als er es verpasste, mit dem Springer eine mögliche Festung aufzubauen, nutzte sein Gegner die Chance und gewann im Bauernendspiel. Eine aufregende Partie! Am letzten Brett entwickelte sich trotz der eigentlich scharfen sizilianischen Eröffnung eine relativ ruhige Partie, in der nach zwanzig Zügen erst ein Bauer getauscht war! David war es aber dann, der als Anziehender die von Schwarz etwas nachlässig behandelte Remisstellung mit genauen Zügen für sich entschied und dank diesem Sieg zum eigentlichen Matchwinner avancierte, holten wir doch dadurch einen nicht mehr erwarteten Punkt zum Unentschieden gegen das (nur elomässig:-)) stärkere Team von Schwarz-Weiss. Dieser Punkt ist für unseren Verbleib in der 1. RL äusserst wichtig, können wir doch nun einem vielleicht entscheidenden Match gegen das Team von Simme gelassener entgegensehen!

Jean-Marc



3. Regionalliga Zone C

  Heimmannschaft: La Chaux-de-Fonds 2   Gastmannschaft: Bern 2
Brett Code
Code
Spieler
Joueur
  Code
Code
Spieler
Joueur
FF Resultat  2.5 - 1.5
Résultat
1 5222 Claude Juvet   1314 Rudolf Stadler 1-0
2 6533 Claude Gigon   5398 Ernst Frischknecht 1-0
3 16686 Nebojsa Srdjenovic   9579 Heinz Hofer ½-½
4 7735 André Burla   19396 Roderick Chuck 0-1


Dass ein Forfait nicht nur einen, sondern gleich zwei Wettkämpfe beeinflussen kann, erfuhren die nach La Chaux-de-Fonds gereisten Senioren von Bern 2. Als die Spieler der ebenfalls im Spiellokal versammelten ersten Mannschaft von einem Forfait erfuhren, entschieden sich die Jurassier, einen vergebens von weither angereisten Spieler in der zweiten Mannschaft spielen zu lassen. Das ist nachvollziehbar - aber damit geriet eben die Waagschale in ein kritisches Gleichgewicht. In den entsprechend hart und lange umkämpften Partien glänzte Rod einmal mehr mit einer ersten Siegesmeldung. Nach einer englischen Eröffnung zwang er den Gegner, einen schwachen Isolani auf d5 zu akzeptieren. Der Isolani fiel bald, und Weiss gewann mit einem Mehrbauer und zwei sehr aktiven Springern gegen zwei relativ passive Läufer bald die Oberhand. Am Schluss in einer sehr schwierigen Situation, verlor Schwarz die Nerven und somit das Spiel. Dann aber kam es zu zwei eher unglücklichen Niederlagen. Zuerst musste sich Ruedi (der für den verhinderten Ioannis eingesprungen war) in guter Stellung nach einem taktischen Missgeschick geschlagen geben, und auch meine holländische Partie hätte von mir nicht unbedingt zwingend in ein verlorenes Endspiel überführt werden müssen. Zwingend war dann am Ende das Remis am dritten Brett. Heinz führte zwar das Endspiel mit je einem Turm und vier Bauern noch lange und hartnäckig fort, aber unsere Hoffnungen auf einen Fehler des Gegners gingen nicht in Erfüllung.

Ernst


Zur Partie von Rod Chuck gegen André Burla zum Nachspielen...
Zur kommentierten Partie von Rod Chuck gegen André Burla...



3. Regionalliga Zone E

  Heimmannschaft: Bern 3   Gastmannschaft: Spiez 2
Brett Code
Code
Spieler
Joueur
  Code
Code
Spieler
Joueur
FF Resultat  4 - 0
Résultat
1 19602 Nathalie Pellicoro   21910 Benjamin Maurer 1-0
2 18447 Nicola Ramseyer   21142 Adrian Roth 1-0
3 21131 Darja Babineca   19248 Saskia Bischoff 1-0
4 18431 Fabian Pellicoro   19828 Elia Wäfler 1-0




3. Regionalliga Zone F

  Heimmannschaft: Zollikofen 2   Gastmannschaft: Bern 4
Brett Code
Code
Spieler
Joueur
  Code
Code
Spieler
Joueur
FF Resultat  0.5 - 3.5
Résultat
1 9177 Andreas Zahnd   21621 Tobias Habegger 0-1
2 17439 Rolf Rubin   21622 Nguyen Ly ½-½
3 3364 Olivier Dreier   19924 Oliver Marti 0-1
4 6974 Walter Mühlemann   10426 Samuel Schneider 0-1


Mit der gleichen Mannschaft wie am letzten Match und einem Rucksack voller Tatendrang machten wir uns auf den Weg nach Zollikofen. Im Zug erhielten wir von Nguyen noch letzte Insider-Tipps zu unseren Gegnern. Ob Sams Keres-Angriff in einem aggressiven, jedoch einseitigen Sizilianer auf die Tipps des Captains zurückzuführen war? Auf jeden Fall machte sich die Aufstellung mit Tobi am ersten, Nguyen am zweiten, meiner Wenigkeit am dritten und Sam am vierten Brett durchaus bezahlt. Tobi erreichte schon früh eine Stellung mit vielen Fettnäpfchen für seinen Gegner. Und prompt kommt der Fehlgriff: Der gegnerische Läufer schlägt einen vergifteten Bauern auf h6, womit Dg6+ den Läufer gleich vom Spielfeld entfernt. Unnötig zu erwähnen, dass sich Tobi diesen Sieg nicht mehr nehmen liess. Sam kam an Brett 4 nie richtig in Gefahr, seine Stellung wirkte sehr potent, Weiss hatte die klare Initiative; dies, obwohl die Computer-Analyse auf dem Rückweg unsere Evaluation erst recht spät bestätigte. An Brett zwei wurde nervös gezittert, fieberhaft geboxt, unruhig gezappelt und hysterisch angefeuert, dies aber nur auf der gegnerischen Brettseite. Tja, wem wird es nicht Angst und Bange, wenn er gegen Nguyen spielen muss? ;-) Trotz erregter Stimmung ging diese Partie in einem ausgeglichenen Endspiel und nach mehreren beidseitig abgelehnten Remisangeboten unentschieden aus. Meine Partie am dritten Brett war ein wenig vom Glück beseelt. Eine Ungenauigkeit im Budapester-Gambit kostete mich ein wichtiges Bäuerlein. Mein Gegner machte danach aber klar zu wenig für das Spiel und die halboffene f-Linie gepaart mit einem Springeropfer auf f6 ermöglichten mir ewiges Schach mit der Option auf Matt, welches mein Gegner nur mit der Hingabe seiner Dame zu verhindern vermochte, was kurz darauf auch das Ende dieser Partie besiegelte. Mit 3,5 zu 0,5 bleiben wir somit auch in der vierten Runde ungeschlagen und dürfen positiv in die Zukunft blicken. Die grossen Fische werden aber noch kommen.

Oliver