SGM 2. Runde


1. Regionalliga Zone A

  Heimmannschaft: Bern 1   Gastmannschaft: Montreux 1
Brett Code
Code
Spieler
Joueur
  Code
Code
Spieler
Joueur
FF Resultat  3 - 3
Résultat
1 18432 Lena Georgescu   11321 Cédric Pahud 1-0
2 12402 David Schaffner   310 Beat Binder ½-½
3 21426 Arshavir Musaelyan   17955 Patrick Recordon 0-1
4 13856 Klaus Monteforte-Fink   15585 Cédric Grillon 0-1
5 18038 Yisam Duong   18071 Loïc Cordey 1-0
6 15492 Miralem Novalic   21618 Pascal Rolle ½-½


Nach dem perfekten Start wollten wir natürlich gleich nachlegen, dies ist uns leider nicht ganz gelungen. Auf den ersten Blick scheint das 3:3 ganz okay zu sein, im Nachhinein müssen wir aber ernüchtert konstatieren, dass eigentlich doch mehr drin gelegen wäre. Montreux war nämlich mit nicht allzu starker Besetzung in die Bundesstadt gereist, und wir waren, abgesehen vom ersten Brett, an allen Positionen etwa gleich oder sogar deutlich stärker (3) besetzt. Am ersten Brett fand Lenas Gegner auf deren Eröffnungsüberraschung im geschlossenen Sizilianer nicht die beste Erwiderung, konnte sich aber nach etwas "laschem" Mittelspiel von Weiss wieder erholen, bevor er dann in eine hübsche Mattfalle geriet. Ein wichtiger Sieg von Lena gegen einen 2200er! An Brett 2 hatte David deutliche Vorteile gegen einen Stonewall im Anzug und zeitweilig einen klaren Bauern mehr, musste aber nach ungenauem Spiel plötzlich noch aufpassen, nicht auf die Verliererstrasse zu geraten. Am dritten Brett fand ein epischer Kampf statt: Arshavir handelte sich mit Weiss in einem Nimzoinder einen typischen schlechten weissen Läufer gegen den guten schwarzen Springer ein, besass dafür allerdings gewisse Raumvorteile. Das frühe Remisangebot seines Gegners wollte er aber dann trotzdem nicht annehmen; wie sich herausstellte zu Recht, hatte dieser doch ca. 400 Punkte weniger auf dem Konto! Nun nahm das Drama seinen Lauf: Schwarz holte sich mit einer kleinen Kombination einen wichtigen Bauern, Weiss versuchte darauf, sich mit einem nicht zwingenden Qualitätsopfer einen gefährlichen Freibauern und damit Gegenchancen zu verschaffen. Und tatsächlich musste Schwarz, zermürbt von der hartnäckigen Verteidung Arshavirs, nach einem groben Versehen einen ganzen Turm für den sonst zur Dame gehenden Freibauern geben! Unglaublich! Leider schaffte es aber Arshavir nun wegen hoher Zeitnot nicht, die Stellung mit einem Läufer mehr remis zu halten, Schwarz hatte einfach zu viele Bauern... Eine verrückte Partie! In der letzten Runde gewinnt Arshavir gegen einen knapp 2400er, und jetzt verliert er gegen einen 1600er. So ist Schach! Hin und her wogte das Geschehen auch an Brett 4: Klaus erarbeitete sich in schwieriger Stellung mit Schwarz in einem Slawen recht grosse Vorteile, die er aber nach Unterschätzung der weissen Möglichkeiten in Zeitnot wieder abgab und in Verluststellung schliesslich sogar auf Zeit verlor. Yisam holte sich an Brett 5 mit Weiss in einer recht vertrackten Pirc-Stellung durch einen überzeugenden Angriff auf den schwarzen König einen äusserst wertvollen ganzen Punkt! Bravo! Am sechsten Brett spielte Miralem nach ungenauen Zügen seines Gegners in einer englischen Partie mit Schwarz forsch auf Angriff, und hatte dann mit Turm und zwei Bauern für's Läuferpaar deutliche Vorteile. Nur verspielte er diese relativ leichtfertig, bevor sein Gegner sich revanchierte und die Partie schliesslich in ein gerechtes Remis-Turmendspiel mündete.

Ein aufregender Samstagnachmittag, an dem wir einen wichtigen Mannschaftspunkt liegengelassen haben. Hoffen wir, dass dieser nicht noch entscheidend sein wird!

Jean-Marc



3. Regionalliga Zone C

  Heimmannschaft: Bern 2   Gastmannschaft: Lyss-Seeland 3
Brett Code
Code
Spieler
Joueur
  Code
Code
Spieler
Joueur
FF Resultat  4 - 0
Résultat
1 21080 Ioannis Kokkinis   5816 Victor Balli 1-0
2 19396 Roderick Chuck   19796 Jan Bloch 1-0
3 5398 Ernst Frischknecht   21644 Roman Mosimann 1-0
4 9579 Heinz Hofer   19802 Dominic Demetz 1-0


Am Brett 1 ging es um einen geschlossenen Sizilianer. Ioannis (Weiss) konnte seinen Gegner in der Eröffnung unter Druck setzen, obwohl er seit dem 9. Zug drei Bauern auf der c-Linie hatte! Leider war das aggressive Spiel aber erfolglos, und nach dem Damentausch stand Schwarz deutlich besser. Im Endspiel standen alle schwarzen Figuren aktiv, und die weisse Bauernstruktur war zerstört. Aber nach einigen Fehlern von Schwarz konnte Ioannis den schwarzen König jagen und in der Mitte des Schachbretts ein sehr schönes Mattbild erzeugen. Lyss Seeland trat an den Brettern 2 bis 4 mit drei Junioren an, die gegen die drei Senioren in unserer Mannschaft einen schweren Stand hatten. Wir leisteten uns keine Patzer und verwalteten die gewonnenen Mittelspiele sicher bis zum Sieg. An Brett 2 konterte Rod (Schwarz) 1.e4 mit der sizilianischen Verteidigung. Nach 18 Zügen konnte er durch einen taktischen Schlag die gegnerische Dame aufspiessen. Am dritten Brett genossen nach einer königsindischen Eröffnung die Bauern von Ernst auf der d- und der e-Linie unerwartete Freiheiten, und ihre Vorstösse kosteten einem Springer das Leben. Schwarz konnte sich aber noch lange wehren, wurde dann aber doch im 42. Zug mattgesetzt. Auch Heinz verwertete sein Endspiel mit zwei Türmen gegen Turm und Springer sicher. Mit einem 4:0 (eigentlich eine Spezialität von Bayern München oder Barcelona) gehen wir nun in eine kleine Winterpause.

Ernst



3. Regionalliga Zone E

  Heimmannschaft: Simme 2   Gastmannschaft: Bern 3
Brett Code
Code
Spieler
Joueur
  Code
Code
Spieler
Joueur
FF Resultat  0 - 4
Résultat
1 8739 Andreas Huggler   19671 Igor Schlegel 0-1
2 5313 Mario Zoppas   19602 Nathalie Pellicoro 0-1
3 3420 Kilian Gobeli   18431 Fabian Pellicoro 0-1
4 22039 Jan Schmocker   21131 Darja Babineca 0-1




3. Regionalliga Zone F

  Heimmannschaft: Bern 4   Gastmannschaft: Köniz-Wabern 2
Brett Code
Code
Spieler
Joueur
  Code
Code
Spieler
Joueur
FF Resultat  2.5 - 1.5
Résultat
1 21622 Nguyen Ly   7022 Hansueli Lüthi 1-0
2 12847 Peter Brügger   7955 Stefan Zimmermann 0-1
3 22059 Lars Urfer   6468 Markus Kohler ½-½
4 21621 Tobias Habegger   21512 Hansueli Wenger 1-0


Einstand nach Mass für die vierte Mannschaft

Der SK Bern ist in diesem Jahr neu mit vier Teams zur SGM-Saison angetreten. Für das neue Team unter Captain Nguyen Ly ging es nach einer spielfreien ersten Runde erstmals um Punkte. Es gewann das Heimspiel im Zunftsaal zu Metzgern gegen Köniz-Wabern 2 mit einem Score von 2,5 zu 1,5.

Aus der Kaffeehaus-Szene
Die Spieler der vierten Mannschaft kennen sich seit Jahren aus der Berner Kaffee- und Gartenschachszene. Sie haben sich gegenseitig zum Sprung in den Schachklub Bern animiert. Je näher der erste gemeinsame Auftritt als SK-Bern-Equipe rückte, desto stärker wuchs ihre Vorfreude. Der Captain schwor das Team bei sich zu Hause auf die bevorstehende Aufgabe ein. Anwesende schwärmen noch heute von Nguyens Kochkünsten. Zum Dessert servierte er eine Motivationsrede, so ansteckend und überzeugend, wie es sie sonst nur im amerikanischen Profisport zu hören gibt.

Der Bauernsturm zum Sieg
Am Spieltag dann gewann Nguyen Ly (1836 Elo) gegen Hansueli Lüthi (1737 Elo) an Brett eins mit den weissen Steinen einen Punkt. Nguyen besetzte das Zentrum mit den Bauern d4, e4 und f4. Der Nachziehende kämpfte mit dem Läufer auf g7, dem Bauern auf c5 sowie der Unterstützung der beiden Springer um Einfluss am Damenflügel und in der Brettmitte. Doch Nguyen verlagerte seine Streitmacht und liess auch noch seine Bauern am Königsflügel nach vorne stürmen. Mit Abtausch öffnete er die h-Linie und drang schliesslich mit der Dame-Turm-Batterie auf h7 ein. Kurz darauf gab sein Gegner auf.

Nach zähem Start tanzten die Figuren
Den zweiten Sieg holte mit den schwarzen Steinen Tobias Habegger (1773 Elo) gegen Hansueli Wenger (1462 Elo) an Brett vier. Die Damengambit-Partie begann zäh für Tobias, der seine Figuren nur langsam und mühevoll nach vorne brachte. Doch nach und nach fanden all seine Figuren einen wirkungsvollen Platz. Tobias opferte dann seinen Springer auf h3, weil dahinter auch noch der Läufer, die Dame und der Turm den nun entblössten weissen König aufs Korn nahmen. Matt in vier für Tobias.

Nach optimistischem Opfer ins Remis gerettet
Die Partie Lars Urfer (0 Elo) gegen Markus Kohler (1529 Elo) endete Remis. Lars erspielte sich mit den weissen Steinen im Sizilianer einen schönen und druckvollen Entwicklungsvorsprung; während der Nachziehende mit einer lästigen Fesselung zu kämpfen hatte. Allerdings liess sich Lars zu einem etwas gar optimistischen Springeropfer verleiten - ohne die nötige Kompensation zu erhalten. Er rettete sich aber noch geschickt ins Remis.

Der Gegner spielte ein erfolgreiches Gambit
Die knappe Niederlage von Peter Brügger (1820 Elo) gegen Stefan Zimmermann (1729 Elo) hatte keinen Einfluss mehr auf den Ausgang des Wettkampfes. Pesche entschied sich an Brett zwei mit den schwarzen Steinen für die französische Verteidigung. Der Anziehende gab im Milner-Barry-Gambit zwei Zentrumsbauern für Entwicklung als Kompensation. Er schaffte es in einer hart umkämpften Partie trotz weniger Bauern mit zwei verbundenen Freibauern in ein gewonnenes Endspiel.

Tobias