SGM 5. Runde


1. Regionalliga Zone A

  Heimmannschaft: Valais 1   Gastmannschaft: Bern 1
Brett Code
Code
Spieler
Joueur
  Code
Code
Spieler
Joueur
FF Resultat  4 - 2
Résultat
1 1210 Pierre Perruchoud   7638 Jean-Marc Horber 1-0
2 3586 Léonard Besse   12402 David Schaffner ½-½
3 3783 Yves Roduit   18432 Lena Georgescu 0-1
4 2272 Jean-Daniel Delacroix   14095 Dominik Tschanz ½-½
5 370 Gérald Darbellay   18038 Yisam Duong 1-0
6 2393 Benoît Perruchoud   1314 Rudolf Stadler 1-0

Wir waren mit einigen Hoffnungen auf Punkte ins Wallis nach Martigny gereist, mussten aber den langen Rückweg hinsichtlich Mannschaftszählern leider mit leeren Händen antreten. Einzig Lena vermochte am dritten Brett voll zu punkten und mit Schwarz in einer souverän geführten Partie den unkonventionellen Aufbau ihres Gegners zu widerlegen. Nach und nach verstärkte sie aus einer harmonischen Position mit idealer Figurenstellung den Druck, um dann mit taktischen Schlägen den weissen König zu erlegen. Ruedi an Brett 6 verbrauchte in einem Bird-Aufbau mit Weiss bereits zu Beginn (zu) viel Zeit, und stand nach einem Bauerneinsteller dann dennoch relativ rasch auf Verlust. Yisam am 5. Brett versuchte seinen Gegner mit Schwarz seinerseits zu überraschen, indem er gegen das Königsgambit den seltenen 3. Zug ... Se7 probierte. Dies schien seinen Widersacher aber gar nicht zu beeindrucken, und Yisam kam dann taktisch sehr schnell unter die Räder. Am ersten Brett (mit Schwarz) hatte ich beim Übergang ins Mittelspiel plötzlich Zweifel an meiner Stellung und glaubte, in einem Damen-Nimzo-Indisch-Hybriden zwei Eröffnungsideen miteinander vermischt zu haben, aber eigentlich war alles noch okay und sehr gut spielbar. Und mit ein bisschen mehr Vertrauen in meine Stellung hätte ich das leicht schlechtere Endspiel auf jeden Fall remis halten sollen. Je zwei halbe Punkte steuerten noch David am zweiten und Dominik am vierten Brett bei (beide mit Weiss): David, der gegen die Löwenthal-Variante im Kalaschnikov (ein schneller Sweschnikov-Sizilianer ohne Sc3 und Sf6) zwar seine schusssichere Weste anhatte, selber aber leider über keine wirkungsvolle Waffe verfügte, musste dann trotz Minusbauer im ungleichfarbigen Läuferendspiel nicht wirklich etwas befürchten. Dominik spielte in einem von Schwarz originell behandelten geschlossenen Sizilianer eine strategisch anspruchsvolle Partie mit einem schönen Springeropfermotiv auf f5. Leider liess sich der vorsichtige Gegner wohlweislich nicht darauf ein, hielt die Stellung übersichtlich und letztendlich dann ausgeglichen.

Jean-Marc Horber


3. Regionalliga Zone C

  Heimmannschaft: Bern 2   Gastmannschaft: Biel SK 3
Brett Code
Code
Spieler
Joueur
  Code
Code
Spieler
Joueur
FF Resultat  3 - 1
Résultat
1 21080 Ioannis Kokkinis   878 Hermann Kolb 1-0
2 19351 Sirlei Kaesermann   1326 Ernst Lehmann ½-½
3 9579 Heinz Hofer   5401 Thomas Clavadetscher ½-½
4 19396 Roderick Chuck   21122 Jürg Schweri 1-0

Der zweite Sieg für Bern 2 in der SGM

In der fünften SGM-Runde hat die zweite Mannschaft des SK Bern gegen den SK Biel 3 in der Kramgasse 45 gewonnen. Merkwürdigerweise haben die Berner ihren Erfolg auf die gleiche Weise wie in der 4. Runde erzielt: Sie haben zwei schnellen Siegen zwei Unentschieden folgen lassen (einmal im Mittelspiel und einmal im Endspiel), genau wie gegen La Béroche drei Wochen früher! Den ersten Schritt für den 3:1 Erfolg hat Roderick Chuck (1571) an Brett 4 mit Schwarz gegen Jürg Schweri (1552) gemacht. Die abgelehnte Damengambit-Eröffnung entwickelte sich rasch zu einer dem Cambridge Springs System ähnlichen Variante, wobei schon nach 9 Zügen der Anziehende seinen Springer auf c3 gegen nur einen Bauern verlor. Nach einem erzwungenen Abtausch der Damen (13. Zug) hatte der Nachziehende ein angenehmes Spiel, und nach 35 Zügen gewann er mit einem Spiess die letzte gegnerische Figur und somit das Spiel. Circa 40 Minuten später erzielte Ioannis Kokkinis (1739) an Brett 1 mit Weiss den zweiten Sieg der Berner. Kokkinis hat die Sizilianische Verteidigung seines Gegners, Hermann Kolb (1711), mit dem Grand-Prix Angriff beantwortet. Der Druck, den er auf den Königsflügel seines Gegners ausübte, erlaubte ihm, einen Bauern im 18. Zug zu gewinnen. Im Damen-Läufer-Endspiel konnte Ioannis dann den König seines Gegners am Damenflügel unter Druck setzen. Als Matt unvermeidbar war, hatte Kolb keine andere Wahl als aufzugeben. Von da an war im Zunftlokal zu Metzgern klar: Ein Remis an Brett 2 oder 3 reicht den Bernern für den Sieg. Sirlei Käsermann (1513) und Heinz Hofer (1668) haben den bernischen Erfolg Tatsache werden lassen. Sirlei und Ernst Lehmann (1685) haben sich an Brett 2 in einer sehr technischen Partie, die zu einem blockierten Mittelspiel geführt hat, auf Remis geeinigt. Heinz hat das Remisangebot seines Gegners, Thomas Clavadetscher (1478), akzeptiert, nach einer langen Partie, die mit einem Turmendspiel beendet wurde.

Ioannis Kokkinis


3. Regionalliga Zone E

  Heimmannschaft: Langenthal 2   Gastmannschaft: Bern 3
Brett Code
Code
Spieler
Joueur
  Code
Code
Spieler
Joueur
FF Resultat  1 - 3
Résultat
1 1243 Georges Leist   21622 Nguyen Ly 1-0 FF
2 11544 Alfred Birrer   19267 Franz Achermann 0-1
3 1489 Werner Nellissen   19405 Elias Kostezer 0-1
4 16461 Lilian Geiser   21131 Darja Babineca 0-1

In Bern sind Sport- und Skiferien, deshalb haben kurzfristig Nguyen und ich das Juniorenteam verstärkt. Kurz nach 14.00 starten wir im Klublokal Langenthal. Bei meiner ersten Kaffeerunde nach einer Stunde stehen alle noch ausgeglichen: Nguyen am ersten Brett hat zwar zeitweise 3 Bauern weniger, aber dafür alles Material im Angriff und der Gegner hat noch nicht rochiert und seine Dame tanzt vor Nguyens Figuren. Aber irgendwie gelingt es ihm nicht, die entscheidende Fesselung anzulegen. Bei Elias am 3. Brett sind alle seine Bauern auf den schwarzen Feldern, sein schwarzer Läufer dahinter. Irgendwie kommen seine Figuren nicht heraus. Da kann er die Damen tauschen und seine Figuren etwas in Schuss bringen. Am 4. Brett, dem Damenbrett, spielt Darja in gewohnt lockerer Manier und ich freue mich über ihre verdoppelten Türme auf der freien Linie. Bei mir ist figurenmässig auch noch alles im Lot, da wittert mein Gegner seine Chance und will meinen Springer (ungedeckt) vor dem Turm mit dem Läufer aufspiessen. Das habe ich nicht gesehen, weil ich meinen Springerabzug mit Mattdrohung durchrechnete. Jetzt muss sein Springer in die Bresche springen, mein Turm (nicht der gespiesste) schnappt sich den gegnerischen Läufer. Nun findet die gegnerische Dame, dass sie da meinen vorgesprengten Turm und Springer zurechtweisen muss, aber diese tanzen um die Dame und fangen sie schlussendlich. Nach ein paar Zügen habe ich den ersten Punkt im Trockenen. Bald darauf kann Nguyen seine Sache auch klären. Sein Gegner hatte seine Entwicklung doch zu lange vernachlässigt. Elias kämpft immer noch, hat in der Zwischenzeit seine verzworgelten Figuren getauscht und kann nun angreifen. Darja gibt ihrer Gegnerin etwas Gegenspiel und knüpft selber gemütlich an einem Mattnetz. Kurz darauf meldet sie mir nicht ohne Stolz, wir hätten nun schon 3 Punkte. Elias kämpft immer noch wacker weiter. Zwischenzeitlich hat er die Qualität verloren, aber ein paar Bauern in aussichtsreicher Position. Zum Schluss haben beide noch je einen Randbauern und Elias hat noch einen Springer. Schliesslich werden alle Pattgefahren umschifft und wir gewinnen 4 zu 0. Hopp SK Bern!

Franz Achermann


Nachtrag: Nguyen Ly war nicht spielberechtigt bei Bern 3, daher zählt sein Sieg leider nicht für die Mannschaft.