SGM 4. Runde


1. Regionalliga Zone A

  Heimmannschaft: Bern 1   Gastmannschaft: Payerne 1
Brett Code
Code
Spieler
Joueur
  Code
Code
Spieler
Joueur
FF Resultat  2 - 4
Résultat
1 7638 Jean-Marc Horber   1822 David Burnier 0-1
2 12343 Roland Bürki   16215 Laura Stoeri ½-½
3 18432 Lena Georgescu   15508 Simon Stoeri 0-1
4 14725 Volker Radt   17278 Noé Duruz 1-0
5 18038 Yisam Duong   3052 Achim Schneuwly 0-1
6 14095 Dominik Tschanz   16130 Thierry Bonferroni ½-½

Gegen die starke Equipe von Payerne (durchschnittlich 100 Elo mehr) rechneten wir uns zwar nicht allzu viele Chancen aus, das Match hätte aber durchaus auch anders verlaufen können. Allerdings beanspruchten wir bereits in der letzten Runde einiges an Glück, so dass das Resultat gegen den Gruppenleader wohl in Ordnung geht. Anscheinend hatten die meisten unserer Spieler am Abend noch etwas los, denn nach vier Stunden Spielzeit sass einzig Volker an Position 4 noch am Brett, die anderen Teammitglieder waren leider allesamt bereits (in den Feierabend) entschwunden. Er war es denn auch, der mit Schwarz in einem gut geführten Benoni den einzigen vollen Punkt beisteuerte. Am sechsten Brett musste Dominik mit Schwarz in einer französischen Partie noch froh um den halben Punkt sein, nachdem er im Mittelspiel recht gut gestanden war. An Brett 5 konnte Yisam gegen den Sizilianer von Achim Schneuwly gar nichts ausrichten, und am dritten Brett musste auch Lena gegen Simon Stoeri in einer offenen Eröffnung recht schnell die Segel streichen, als sie die Folgen einer Abwicklung nicht richtig eingeschätzt hatte. An Brett Nummer 2 überspielte Roland seine junge Gegnerin Laura Stoeri zwar taktisch und strategisch mit Schwarz in einem Drachen am Damenflügel, aber als er die Ernte hätte einfahren können, verliess ihn seine übliche Zuversicht und er bot seiner Gegnerin, die sich zudem noch in höchster Zeitnot befand, etwas unverständlich das Unentschieden an. Am ersten Brett hatte ich es mit FM David Burnier zu tun, den ich vor 15 Jahren bei einem Aufstiegsspiel in die Nat. B (mit Schwarz-Weiss Bern, damals hatte ich ebenfalls ca. 250 Elopunkten weniger als er), bezwingen konnte. Allzu gerne hätte ich diesen Exploit natürlich wiederholt, aber es sollte leider anders kommen. Ich verbrauchte im für mich besser stehenden Mittelspiel in einem Grünfeld-Inder (Russische Variante) für zwei normale Züge viel zu viel Zeit, die mir dann später natürlich fehlte. Lange Zeit war die Partie noch ausgeglichen, doch nach einigen ungenauen Zügen meinerseits spielte David dann stark auf und konnte den Sieg schliesslich einfahren.

Jean-Marc Horber


3. Regionalliga Zone C

  Heimmannschaft: La Béroche 1   Gastmannschaft: Bern 2
Brett Code
Code
Spieler
Joueur
  Code
Code
Spieler
Joueur
FF Resultat  1 - 3
Résultat
1 5437 Bertrand Banderet   21080 Ioannis Kokkinis ½-½
2 5012 José Perez   21622 Nguyen Ly 0-1
3 6332 Daniel Besson   21621 Tobias Habegger 0-1
4 17500 Mohamad Al-Dourobi   19396 Roderick Chuck ½-½

Der erste Sieg für Bern 2 in der SGM

In der vierten SGM-Runde war es soweit: Die zweite Mannschaft des SK Bern hat ihren ersten Sieg in diesem Winter geholt. Das Team gewann auswärts gegen Gruppenleader La Béroche I. Diese Equipe hatte zuvor alle drei Spiele gewonnen.

Den Grundstein für den 3:1-Erfolg der Hauptstädter legte Nguyen Ly (0) mit einem schnellen Erfolg an Brett zwei gegen José Perez (1760). Ly überrollte seinen Gegner mit dem Grand- Prix-Angriff im Sizilianer. Mit seinem Turm auf f1 machte er Druck über die offene F-Linie gegen den kurz rochierten schwarzen König. Mit dem Springer und der Dame erhöhte Ly Schritt für Schritt den Druck gegen f7 - bis sein Gegner schliesslich einbrach und aufgab. An Brett drei siegte Tobias Habegger (0) mit den schwarzen Steinen gegen Daniel Besson (1831). In dieser Partie waren die beiden zentral postierten Springer des Nachziehenden für einmal effektiver als das Läuferpaar von Weiss. Während sich der Anziehende am Königsflügel gegen den Verlust seines gefesselten Springers wehrte, gabelte Habegger auf der anderen Seite des Brettes mit seinem Springer via b3 die gegnerische Dame und den Turm auf - der Gegner gab nach 39 Zügen auf.

Von da an war im Schachlokal zu St. Aubin klar: Ein Remis an Brett eins oder vier reicht dem Aussenseiter aus Bern für den Sieg. Ioannis Kokkinis (Brett eins, 1754) und Roderick Chuck (Brett vier, 1571) behielten beide die Nerven und brachten ihren halben Punkte fast zeitgleich ins Trockene. Kokkinis hielt seine Stellung mit Schwarz gegen Bertrand Banderet(1897) in einem zähen und technischen Damenbauernspiel. Währenddessen lieferte sich Chuck mit Mohamad Al-Dourobi (1671) im Turmendspiel ein Umwandlungsrennen. Chuck tauschte die verbleibenden Türme derart, dass sein Freibauer zwar einen Halbzug später zur Dame wurde als derjenige seines Gegners, dafür aber mit Schachgebot. Diese Initiative gab Chuck nicht mehr aus der Hand und schaukelte das Remis nach Hause.

Tobias Habegger


3. Regionalliga Zone E

  Heimmannschaft: Bern 3   Gastmannschaft: Biel SK 1
Brett Code
Code
Spieler
Joueur
  Code
Code
Spieler
Joueur
FF Resultat  1 - 3
Résultat
1 18431 Fabian Pellicoro   19754 Jean-Jacques Roessinger 0-1
2 19405 Elias Kostezer   9671 Alush Blakaj 0-1
3 19671 Igor Schlegel   757 Peter Baumgartner 0-1
4 21131 Darja Babineca   2085 Rolf Neeser 1-0

Die Bieler sind als klare Favoriten gegen uns gestartet. Zum Teil mit über 600 Elo Differenz. Umso schöner, dass Elias am 2ten Brett schon bald mutig mit der Dame und dem Springer gegen den König - den gegnerischen - vorging. Sein Gegner konnte sich nur noch knapp retten, indem der König sich in die Ecke verzog und den Läufer über das halbe Feld zu Hilfe holte. Dann ging es allerdings ziemlich schnell, der Springer versperrte der Dame den Rückzug und sie war gefangen. Leider. Eine erste Niederlage, aber tapfer gekämpft. Am 4ten Brett sah es für Darja nicht sehr gut aus. Die Eröffnung mit dem frühen f6 hat den eigenen König etwas entblösst. Der Gegner, mit mindestens 40 Jahren mehr Schacherfahrung, nutzte dies aus und vermasselte Darjas Rochade. Mit Schwarz ohne Rochade ist es immer etwas schwierig, deshalb lernen wir, dass man den eigenen König mit der Rochade früh in Sicherheit bringen soll. Darja konnte jedoch alle angreifenden Figuren tauschen und so den Druck etwas mildern, und als beide nur noch Turm und Dame hatten sah es gar nicht mal mehr so schlecht aus. Dann wurde Darjas Dame etwas übermütig und überliess den eigenen König mit den 2 Bauern seinem Schicksal. Ein 3-zügiges Matt auf dem Brett. Aber nach 3 Stunden muss man das auch noch sehen... Der Gegner treibt stattdessen Darjas König über's ganze Brett, schnappt sich den Turm und wir schauen zu. Aber Darja kämpft weiter, ihr Gegner will es besonders schön machen, und offeriert ihr eine Gabel mit Schach und Turmgewinn. Was Darja mit Schmunzeln ausnützt. Dann tauschen sie noch die Damen und bemerken erst jetzt Darjas Freibauern. Das Bauernendspiel hat sie gut geübt. Ein geschenkter Punkt. Fabian und Igor an Brett 1 und 3 stehen zeitweise leicht besser, oder sogar schon auf Sieg, aber nach 5 Stunden haben die Bieler Senioren doch noch einen versteckten Trick und zähe Routine mehr im Köcher und gewinnen 3 zu 1 gegen das Berner Juniorenteam. Gratulation an alle Spieler.

Franz Achermann